Am 5. Januar 2025 wurde im Anschluss an den Gottesdienst in der St. Jakobuskirche die sog. „Zeitkapsel“ geöffnet. Es handelte sich um eine schwarz lackierte Kupferröhre, die sich in der goldenen Kugel am unteren Ende der Kirchturmspitze befand.
Bei der letzten Turmrenovierung im Jahr 1969 wurde diese Kapsel in die goldene Kugel der Kirchturmspitze eingesetzt, bevor die Spitze auf dem renovierten Turm ihren Platz fand. Als Frau Pfarrerin Ines Weimann die Zeitkapsel in die Höhe hielt, die Herr Architekt Schad mitgebracht hatte, versammelten sich alle interessierten Gottesdienstbesucher um den Taufstein, denn man war sehr neugierig, was sich alles in der Kapsel befinden würde.
Die ersten Öffnungsversuche von Herrn Wagner und Herrn Schad hatten keinen Erfolg. Es mussten andere Werkzeuge besorgt werden, bevor es nach weiteren Öffnungsversuchen endlich gelang die längliche Kapsel zu öffnen. Die Spannung war auf dem Höhepunkt angelangt, als Frau Weimann die ersten in Papier eingewickelten Inhalte präsentierte.
Zuerst kamen einige Münzen aus der „D-Mark-Zeit“ zum Vorschein, über die sich die Kinder besonders freuten. Eine ganz besondere Münze war auch dabei. Es war die Münze die an die 1. Landung der drei amerikanischen Astronauten im Jahr 1969 auf dem Mond erinnert. Des Weiteren befand sich das Sonntagsblatt, eine aktuelle Tageszeitung, in der über die Tour de France berichtet wurde. Der damals amtierende Bundespräsident war Gustav Heinemann.
Die Kapsel enthielt noch weitere Informationen aus der damaligen Zeit.
Die Sanierung des Kirchturmes hatte damals insgesamt 383.000 DM gekostet. Von der Evangelischen Kirche gab es einen Zuschuss von 110.000 DM.
Bereits im Jahr 1886 war eine „ähnliche Zeitkapsel“ auf den Kirchturm gekommen.
Die in der Kapsel gefundenen Papierstücke werden gepresst, da sie ja Jahrzehnte eingerollt waren und werden danach in einer Vitrine in der Kirche ausgestellt.
Bilder und Text: Margitte und Karl Thoma







