Die neue Turmzier ist zurück!!

 

Der 14. Juni wurde schon vor etlichen Wochen vorher von dem

Bauleiter Dipl. Ing. Matthias Frischmuth als Termin für das Auf-

setzen der „Turmzier“ – so nennt man im Fachjargon  das Kunst-

werk aus Turmknauf, schmiedeeisernem Kreuz und Wetterhahn,

das die Spitze von evangelischen Kirchen schmückt, angekündigt.

Und Petrus meinte es gut mit dem Vorhaben, denn ein wolkenloser

Himmel, kein Regen in Sicht und Windstille waren ideale Voraus-

setzungen, um die teils schwierigen Arbeiten in 56 m Höhe durch-

führen zu können. Gegen 8:30 h kam Flaschnermeister Schneider

aus Freigericht mit seinen Mitarbeitern und den neu vergoldeten,

dick in Watte eingepackten Turmknauf und Hahn im Gepäck an der

Kirche an. Zunächst wurde eine zweite Kupferschatulle – die erste

enthält ja wieder alles, was an Schätzen bei der Ausstellung in der

Sparkasse zu sehen war – gefüllt mit: ausführlichem Baubericht,

Urkunde, 49 seitigem Fotobuch über die einzelnen Bauschritte,

8,88 € in Münzen + 5 € Schein, neue Luftaufnahmen von Schotten,

Berichte vom Kreisanzeiger und  Ausgaben des Gemeindebriefes.

Dann wurde alles per Lastenaufzug und schließlich mit Seilzug nach

oben an die Spitze transportiert. Fachgerecht erfolgte unter der Auf-

sicht des Bauleiters, aber auch mehrerer Mitglieder des Kirchen-

vorstandes, der Stiftung  und der Presse die Montage. Einige

Schaulustige beobachteten das Ganze von unten und vom Parkplatz

am Neuen Weg aus. Mit Funkmikrofon und Lautsprecher ergab es

dazu Erläuterungen. Pfarrer Heuermann spielte zu den entschei-

denden Szenen Lieder und bekannte Choräle auf der Trompete.

Gegen 11:30 h saß der über 60 Jahre alte, aber frisch vergoldete

Hahn auf einer reibungsarmen Glaskugel und die Aktion endete

mit folgendem  Gedicht:

Hier sitz ich wieder, seht mich an,

neu vergoldet – Euer Hahn!

Kann mich nun auch sehr gut dreh’n

und zeigen, woher die Winde weh`n!

Ich bin nun Euer bestes Stück –

wünsch Euch und Schotten allzeit Glück!

Erwin Mengel

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